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Storchenbiss und Blutschwamm (Hämangiom)

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Beinahe jedes zweite Neugeborene weist in den ersten Lebensmonaten einen roten, scharf begrenzten Hautfleck meist im Bereich des Kopfes auf.

Dabei handelt es sich in der Regel um ein so genanntes Feuermal (Naevus flammeus), das im Volksmund auch "Storchenbiss" genannt wird. Meistens vergeht diese Hautrötung von selbst im ersten Lebensjahr. Nicht verwechselt werden sollte er mit dem Hämangiom (Blutschwamm), einem gutartigen Gewächs der Blutgefäße, das nicht flach ist sondern meist etwas über das Hautniveau herausragt.

Der Storchenbiss

Ein Storchenbiss ist ein roter Hautfleck, der meist am Hinterkopf, seltener auf der Stirn oder an den Augenlidern eines Säuglings auftritt. Daher der Name; es sieht aus, als hätte der Storch das Kind mit dem Schnabel hier gehalten. Ursache dieser Flecken sind erweiterte Blutgefässe; typisch ist die Intensivierung der Farbe bei verstärkter Durchblutung wie durch Aufregung oder beim Schreien. Der Storchenbiss verschwindet in aller Regel von selbst bis zum ersten Geburtstag.

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Das Hämangiom

Ein Hämangiom, auch als Blutschwamm bezeichnet, ist ein gutartiger Tumor der Blutgefäße, der in verschiedenen Formen auftreten kann. Man unterscheidet zwischen einzelnen Hämangiomen und der Hämangiomatose, bei der mehrere Hämangiome gleichzeitig vorkommen. Hämangiome können überall auftreten und erscheinen meist als bläulich bis rötliche Verfärbung. Sie kommen an der gesamten Körperoberfläche, v.a. jedoch an Kopf und Hals, und auch an inneren Organen vor; hier vor allem in der Leber. Hämangiome sind meist angeboren, zeigen unterschiedliche Wachstumstendenzen und bilden sich z.T. von alleine wieder zurück. Ab wann es zu einer Spontanrückbildung kommen wird, läßt sich allerdings in keinem Fall sicher vorhersagen. Selbst mehrere Hämangiome am selben Kind verhalten sich individuell unterschiedlich.

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Häufigkeit

Hämangiome kommen durchaus häufig (1 auf 200 Geburten) vor. 30 Prozent sind bereits bei der Geburt vorhanden, 70% entwickeln sich in den ersten vier Lebenswochen. Üblicherweise wächst ein Blutschwamm den ersten Lebensmonaten und bildet sich dann von selbst zurück. Mehr als 70% der kapillären Hämangiome verschwinden bis zum 10. Lebensjahr vollständig.

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Ursachen

Die Ursachen für die Entstehung von Hämangiomen sind unbekannt, eine hormonelle Steuerung wird vermutet; auch genetische Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen. Vor einigen Jahren konnten immunhistochemisch Wachstumsfaktoren nachgewiesen werden, deren Stellenwert noch nicht endgültig feststeht.

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Symptome

Allgemeinen verursachen Hämangiome, bis auf kosmetische Beeinträchtigungen, keine Beschwerden. Eine seltene Sonderform des Blutschwamms, das Kasabach-Merritt-Syndrom,

bei dem es zu riesigen Hämangiomen kommt betrifft überwiegend Frauen. Hier kann sich eine Blutgerinnungsstörung entwickeln.

Die Ursachen für die Entstehung von Hämangiomen sind unbekannt, eine hormonelle Steuerung wird vermutet; auch genetische Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen. Vor einigen Jahren konnten immunhistochemisch Wachstumsfaktoren nachgewiesen werden, deren Stellenwert noch nicht endgültig feststeht.

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Therapie

Üblicherwiese ist keine Therapie erforderlich, da der Spontanverlauf gutartig ist und nach Therapie häufiger Komplikationen (Narbenbildungen) auftreten können. Auf jeden Fall sollte bei einer sichtbaren Größenzunahme stets ein Facharzt konsultiert werden.

An kosmetisch ungünstigen Stellen kann das Hämangiom mittels Kältebehandlung (Kryotherapie), Operation oder Laser (gepulste Farbstofflaser Dye-Laser oder auch für tiefer gelegene Hämangiome der NdYAG-Laser) behandelt werden.

Eine Strahlentherapie ist grundsätzlich abzulehnen. Vorteilhaft ist die Laserbehandlung aufgrund des besten kosmetischen Ergebnisses. Von Nachteil ist, dass die Behandlung in der Regel in mehreren Sitzungen durchgeführt werden muss, damit es nicht durch eine zu hohe Energiedichte zu Verbrennungen kommt. Für den NdYAG-Laser ist aufgrund seiner größeren Eindringtiefe und damit verbundenen Schmerzhaftigkeit die Behandlung in Narkose erforderlich.

Als Ausnahmetherapieform der Hämangiome sind die systemische medikamentöse Behandlung mit Cortison oder Interferon anzusehen.

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Vorbeugung

Der Entstehung von Hämangiomen kann bisher nicht vorgebeugt werden.

© DDr. Peter Voitl

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