HPV - Impfung endlich gratis!

2011 sind 160 Frauen am Cervixkarzinom - also dem Gebärmutterhalskrebs -  in Österreich verstorben. In 99 Prozent der Fälle ist einer der HPViren involviert. 6000 Frauen werden jährlich wegen Krebs oder Krebsvorstufen am Gebärmutterhals operiert. Österreich ist das letzte Land in Europa, das die Kosten für eine Impfung nun endlich übernimmt. Neben Krebs sind Papillomaviren auch für sehr unangenehme Genitalwarzen verantwortllich - die immerhin 10 Prozent der österreichischen Frauen betreffen. Burschen sollten unbedingt auch geimpft werden, da sie natürlich genauso an Genitalwarzen erkranken können und vor allem Überträger sind. Es gibt mehr als 100 verschiedene HPV-Stämme, 20 sind krebserregend. Geimpft wird in Östrreich gegen vier Stämme: zwei davon - HPV-16 und HPV-18 sind für 70 Prozent der Cervixkarzinome verantwortlich. Die beiden anderen HPV-6 und HPV-11 sind primär verantwortlich für einen Großteil der Genitalwarzen.

Durch eine gewisse Kreuzreaktivität - Wirkung auch auf andere HPViren - werden auch verwandet HPViren durch die Impfung miterfasst und dadurch der Impfschutz erweitert.

In Ländern in denen die Impfung sehr früh eingeführt wurde zeigt sich bereits ein deutlicher Rückgang an HPV-Infektionen und Operationen am Gebärmutterhals. Bisher wurden ungefähr 150 Millionen Impfdosen verabreicht., abgesehen von Lokalreaktionen und Fieber kam es zu keinen schwerwiegende Nebenwirkungen.

 

 

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Inhalt erstellt am:
22. Februar 2014